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Zentrale Studienberatung
Studien-Informations-Tage
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
vom 20. bis 22. März 2012
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Fach:
Pharmazie
Ort, Datum, Zeitpunkt, Hörsaal:
CAP 2 (Audimax) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz
2
Dienstag, 20.03.2012, 08.45 - 10.15 Uhr, Hörsaal C
Referent:
Prof. Dr. Bernd Clement
Studiengang und Abschlüsse:
Pharmazie
Einige Inhalte der Veranstaltung:
Die Ausbildung des Apothekers und seine Tätigkeitsbereiche
Das Studium der Pharmazie und die Erteilung der Approbation sind Voraussetzungen
zur Führung der Berufsbezeichnung "Apotheker/in" und zur Ausübung
des Apothekerberufs. Wichtig ist für angehende Apothekerinnen und
Apotheker sowohl das Interesse an den Naturwissenschaften als auch
das Interesse am Umgang mit Menschen. Das Arzneimittel steht im Zentrum
apothekerlicher Tätigkeit und damit ist die Pharmazie eine multidisziplinäre
Wissenschaft aus naturwissenschaftlichen Fächern wie z.B. Chemie und
Biologie und medizinischen wie besonders Pharmakologie, also die Lehre
von den Arzneimittelwirkungen. Pharmazie ist damit ein "Life
Science"-Studium mit allen Facetten und bildet sowohl anwendungs-
als auch forschungsorientiert aus.
Die pharmazeutische Ausbildung umfasst
1. ein Studium der Pharmazie von 4 Jahren an einer Universität;
2. eine Famulatur von 8 Wochen;
3. eine praktische Ausbildung von 12 Monaten;
4. die Pharmazeutische Prüfung, die in 3 Prüfungsabschnitten abzulegen
ist.
Die Prüfungsabschnitte der Pharmazeutischen Prüfung werden abgelegt:
1. der Erste Abschnitt nach einem Studium der Pharmazie von mindestens
zwei Jahren,
2. der Zweite Abschnitt nach Bestehen des Ersten Abschnitts der Pharmazeutischen
Prüfung
und einem Studium der Pharmazie von mindestens vier Jahren,
3. der Dritte Abschnitt nach Bestehen des Zweiten Abschnitts und nach
Ableistung der sich
anschließenden praktischen Ausbildung, die zur Hälfte in einer öffentlichen
Apotheke abgeleistet werden muss und zur anderen Hälfte in einer Krankenhausapotheke,
in der Pharmazeutischen Industrie oder einer anderen Einrichtung,
in der Apotheker/innen wesentliche Funktionen ausüben, abgeleistet
werden kann. Nach Bestehen der Pharmazeutischen Prüfung kann die Approbation
als Apotheker/in, d. h. die Erlaubnis zur Ausübung des Berufes, beantragt
werden. Die Abbruchquote im Pharmaziestudium ist sehr niedrig. Darüber
hinaus wird sehr effektiv sowie schnell studiert und die Regelstudienzeit
in den meisten Fällen eingehalten.
Das Pharmazeutische Institut in Kiel verfügt über eine hervorragende
Ausstattung, insbesondere im Bereich der pharmazeutischen Technologie
und der Instrumentellen Analytik. Zu der Abteilung Pharmazeutische
Biologie gehören ein eigener, umfangreicher Arzneipflanzengarten und
eigene Gewächshäuser. Sämtliche Gebäude der Abteilung Pharmazeutische
Chemie sind von Grund auf saniert worden, sodass die Studentenpraktika
in neu ausgestatteten Laboren sowie die Vorlesungen in komplett neuen
Hörsälen stattfinden können. Der überwiegende Teil der Vorlesungen
wird jedes Semester angeboten.
Nach erfolgreichem Abschluss des Zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen
Prüfung besteht am Pharmazeutischen Institut der CAU Kiel die Möglichkeit,
den Grad "Diplom-Pharmazeut/in" zu erwerben. Das Diplom soll ermöglichen,
die im Studium erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse zu vertiefen
und dazu befähigen, eigene wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen.
Bestandteile der Diplomprüfung sind die Diplomarbeit und das Diplomkolloquium.
Es wird angestrebt, diesen Diplom-Studiengang in einen nicht-konsekutiven
Masterstudiengang zu überführen. Zudem ist in der Pharmazie die Promotion
zum Dr. rer. nat. möglich. Während der Promotion kann außerdem an
der Weiterbildung zum Fachapotheker für Pharmazeutische Analytik sowie
Pharmazeutische Technologie teilgenommen werden. Die Weiterbildung
dauert meistens drei Jahre und wird durch eine Prüfung beendet.
Aufgrund der sehr breiten Ausbildung sind Apotheker/innen in vielen
Bereichen sehr gefragt. Apotheker/innen sind somit nicht nur in der
öffentlichen Apotheke sondern z. B. auch in der Krankenhausapotheke
tätig. Hier sind von den Bewerbern die Promotion sowie die Weiterbildung
in Klinischer Pharmazie erwünscht. Apotheker/innen sind in der Pharmazeutischen
Industrie vielseitig einsetzbar, hauptsächlich in der Entwicklung
und Herstellung von Arzneimitteln sowie in Analytik, Qualitätskontrolle,
Arzneimittelzulassung und Arzneimittelinformation. Die Promotion verbessert
die Chancen für eine Industrie-Karriere. Die Vielseitigkeit des Apothekerberufes
wird ferner durch seine Tätigkeiten in Prüfinstitutionen, Bundeswehr,
PTA-Schulen, Universität, Umweltschutz und Fachverlage dokumentiert.
Insgesamt ist der Apotheker/die Apothekerin der Fachmann in allen
Fragen der Arzneimittelherstellung, -prüfung und –abgabe.
Die Arbeitslosenquote ist extrem niedrig und liegt im Bereich der
Orientierungsarbeitslosigkeit, sodass alle Pharmazeuten im erlernten
Beruf eine Anstellung finden.
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