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Physik des Erdsystems
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Physik des Erdsystems:
Meteorologie – Ozeanographie – Geophysik
Bachelor
Inhaltsübersicht
 1.
Studienabschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)
Grundlegende Informationen zu Bachelor- und Masterstudiengängen sind
im Studieninformationsblatt „Bachelor-
und Masterstudiengänge“ zu finden.
2. Gegenstand und Ziele des Faches
Forschungsobjekt der physikalischen Erdwissenschaften
ist das „System Erde“, seine in der Atmosphäre, im Ozean,
in der Lithosphäre und auf der Erdoberfläche wie auch im tiefen
Erdinneren ablaufenden physikalisch-chemischen Prozesse, seine natürlichen
Ressourcen, Dynamik und Lebensräume. Das physikalische Verständnis
der Dynamik des Systems Erde und des Wandels der Lebensräume auf
allen Zeitskalen bildet die Grundlage für die Abschätzung zukünftiger
Entwicklungen und für die Untersuchung anderer Planeten. Neben reiner
Grundlagenforschung verfolgen die Erdwissenschaften auch angewandte Zielsetzungen.
Die Erkundung und Gewinnung von Rohstoffen, die Nutzung der natürlichen
Ressourcen, die Entsorgung von Zivilisationsabfällen, die Bestimmung
des Ozeanzustands, die Wetter- und Klimavorhersage, die Sturmflut- und
Seegangsvorhersage, die Sicherung der Umwelt sowie die Entwicklung neuer
Materialien, wissenschaftlicher Geräte und Analysemethoden sind Beispiele
für den Beitrag der physikalischen Erdwissenschaften für eine
nachhaltige Entwicklung des Lebensraumes Erde.
Die Geophysik erforscht das Innere der Erde und den interplanetaren Raum
in der Umgebung der Erde mit den Methoden der Physik. Sie trägt maßgeblich
zum Konzept der globalen Plattentektonik bei, das sich mit dem Aufbau
der Entwicklung der Lithosphäre, d. h. der festen äußeren
Hülle unseres Planeten, befasst. Erdbeben, die Bildung von Ozeanbecken,
Gebirgen und Vulkanen, aber auch das Schwerefeld, Magnetfeld und die thermischen
Prozesse im Inneren der Erde sind zentrale Forschungsthemen der Geophysik.
Für den Menschen ist die Kenntnis dieser geodynamischen Prozesse
wichtig, weil sie einerseits mit Naturkatastrophen verbunden sind und
Klima und Umwelt beeinflussen, aber andererseits auch für die Bildung
von Rohstofflagerstätten und geothermischer Energie verantwortlich
sind. Die Angewandte Geophysik als ein Arbeitsgebiet der Geophysik trägt
mit ihrem breiten Spektrum physikalischer Messmethoden und tomographischer
Abbildungstechniken entscheidend zur Exploration von Bodenschätzen
und Grundwasser bei. Auch in der Umwelt- und Klimaforschung, in Geotechnik
und Baugrunderkundung werden geophysikalische Messverfahren eingesetzt.
Bei der Auswertung der Messdaten und der rechnerischen Simulation geodynamischer
Prozesse wird modernste Computertechnologie angewendet.
Gegenstand der Meteorologie ist die Atmosphäre, d. h. die Lufthülle
des Planeten Erde. Die Atmosphäre steht als ein im physikalischen
Sinne offenes System mit anderen physikalischen Systemen (Weltraum, Sonne,
Ozean, feste Erde) sowie mit den Systemen der lebendigen Welt in vielfältiger
Wechselwirkung. Auch diese Wechselwirkungen sind heute Gegenstand der
Meteorologie. Die Meteorologie lässt sich definieren als Wissenschaft,
die mit Methoden der exakten Naturwissenschaften die Atmosphäre und
ihre wechselseitigen Beziehungen zu anderen Systemen erforscht. Vorurteilslose
Beobachtung des Naturgeschehens durch genaueste Messungen mit z. T. aufwendigen
Apparaturen soll über theoretische Analysen gesetzmäßige
Zusammenhänge aufdecken. Die unmittelbar oder im Versuch gewonnenen
Ergebnisse dieser Messungen ermöglichen es, das Naturgeschehen auf
zahlenmäßige Beziehungen und mathematisch formulierte Gesetzmäßigkeiten
zurückzuführen. Die Beobachtungen werden unterstützt durch
die Anwendung mathematischer Modelle, mit denen die physikalischen Prozesse
simuliert werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Erforschung unseres Erdklimas liegt in
der statistischen Analyse globaler langjähriger Datensätze,
um Gesetzmäßigkeiten und die damit verbundene Vorhersagbarkeit
im Klimasystem zu entdecken. Derartige Datensätze werden zunehmend
von globalen satellitengetragenen Messungen gewonnen. Die Meteorologie
erfordert daher auch Kenntnisse in Statistik und Fernerkundung. Schließlich
werden auch die klassischen Felder der Wettervorhersage in Theorie und
Praxis durchgenommen um die Grundlagen für eine professionelle Analyse
des Wettersystems und deren Änderungen zu schaffen.
Die (physikalische) Ozeanographie, hat die Physik des Ozeans und seine
Wechselwirkung mit der Atmosphäre und der marinen Biogeochemie zum
Gegenstand. Ihr zentrales Ziel ist die Beschreibung und Erklärung
der komplexen Bewegungsvorgänge im Ozean auf den unterschiedlichsten
Raum- und Zeitskalen. Zu diesen Bewegungen gehören sowohl starke
und beständige Strömungen, wie z. B. der Golfstrom, als auch
zeitlich variable Wirbelfelder, die große Gebiete des Ozeans dominieren.
Ein aktives Feld der Forschung ist auch die Wechselwirkung zwischen Ozean
und Atmosphäre. Beide Systeme treiben sich gegenseitig an in einer
Art und Weise, die bis jetzt nur unzulänglich geklärt, aber
von großer Wichtigkeit für das Verständnis der Variabilität
des Klimas ist. Ein markantes Beispiel dafür ist das El Niño
Phänomen, das sich durch eine Erwärmung des Oberflächenwassers
im Pazifischen Ozean vor der Küste von Peru bemerkbar macht, aber
auch große Auswirkungen auf verschiedene Regionen der Welt hat,
z. B. durch die mit ihm verbundenen Änderungen der lokalen Niederschlagsmengen
und den damit einhergehenden Dürren oder Überschwemmungen. Ziel
ist es, über ein verbessertes Verständnis der Rolle des Ozeans
bei derartigen gekoppelten Klimaschwankungen im Bereich von Jahren bis
zu Jahrzehnten auch eine verbesserte Vorhersage zu ermöglichen. Mittlerweile
ist es zudem eine akzeptierte Tatsache, dass der Ozean eine Schlüsselrolle
bei der durch den Menschen verursachten Klimaveränderung einnimmt.
Wichtige Punkte hierbei sind die Aufnahme von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
mit der damit verbundenen Rückkopplung auf die globale Erwärmung
sowie der Anstieg des Meeresspiegels. Die Vielzahl der Einflussfaktoren
auf das Klima von Atmosphäre und Ozean erfordert eine konsequente
interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Wissenschaften.
Deshalb basiert insbesondere die Untersuchung des Ozeanklimas und der
damit zusammenhängenden Phänomene oft auf einer Kombination
ozeanographischer, meteorologischer und biogeochemischer Beobachtungsprogramme.
Diese stehen in enger Wechselbeziehung zu verschiedenen Computermodellen,
welche sowohl eine realistische Simulation von Bewegungsstrukturen und
-schwankungen und eine Erkennung unterschiedlicher Bewegungsregime, als
auch eine Identifizierung möglicher Szenarien der auch durch anthropogenen
Einfluss resultierenden Klimaentwicklung erlauben. Eine zunehmend wichtige
Rolle spielen auch die Schelfmeere, die dem besonderen Einfluss menschlicher
Aktivität unterliegen, und ihre Wechselwirkung mit dem offenen Ozean.
Auch hier ist interdisziplinärer Forschungsansatz gefragt.
Da die Phänomene weitgehend mit den Methoden der Physik untersucht
werden, beinhaltet der Studiengang Physik des Erdsystems erhebliche Teile
des Physikstudiums. Bei der Planung und Durchführung theoretischer
Modellstudien als auch bei der Analyse und Interpretation gewonnener Beobachtungsdaten
sind zudem mathematische Methoden unerlässliche Hilfsmittel. Deshalb
nimmt die Mathematikausbildung ebenfalls einen breiten Raum ein.
Der Bachelorstudiengang hat auch praxisorientierte Elemente. Es wird
die erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Feld-, See- und Laborpraktika
sowie Programmierübungen und Einweisungen in unterschiedliche Anwenderprogramme
erwartet.
3. Besonderes Profil des Studienfaches an der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Die Studierenden der Physik des Erdsystems: Meteorologie
– Ozeanographie – Geophysik erlernen die physikalischen Grundlagen
aller erdwissenschaftlichen Fachrichtungen, eine leichte Spezialisierung
erfolgt erst im letzten Drittel des Studiums. Die daraus resultierende
breite Ausbildung eröffnet den Absolventinnen und Absolventen bessere
Perspektiven für die berufliche Zukunft und verbesserte Wahlmöglichkeiten
für ein sich eventuell anschließendes Masterstudium.
4. Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder
Absolventinnen und Absolventen finden Beschäftigungsmöglichkeiten
in Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden, je nach gewähltem
Schwerpunkt z. B. bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften, dem
Deutschen Wetterdienst, dem Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr
oder dem Bundesamt für Seeschifffahrt. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten
gibt es in der Industrie und Wirtschaft (Grundstoffindustrie, private
Wetterdienste), in Großforschungseinrichtungen, in Umweltschutzeinrichtungen
oder Ingenieurbüros.
Der Bachelorabschluss eröffnet die Möglichkeit zum Masterstudium,
vorwiegend physikalisch ausgerichteter Fächer.
5. Nachbar- und Hilfswissenschaften
Mathematik, Physik, Geodäsie, Geologie, Mineralogie, Petrographie,
Chemie und Informatik.
 6.
Schulische Vorbildung
Grundsätzlich allgemeine Hochschulreife, fachgebundene
Hochschulreife.
 7.
Sonstige Kenntnisse und Praktika
- gute Kenntnisse der englischen Sprache
- sehr gute mathematische und physikalische Schulkenntnisse
- während des Studiums Teilnahme an einem mindestens dreiwöchigen
Berufspraktikum
 8.
Persönliche Neigungen
Begabung für mathematisch-abstrakte Denkweise,
Aufgeschlossenheit für das Naturgeschehen, sowie technische Interessen
und Computerkenntnisse sind wünschenswert.
 9.
Zulassungsbeschränkungen
Der Bachelorstudiengang Physik des Erdsystems: Meteorologie
– Ozeanographie - Geophysik ist im ersten Fachsemester zulassungsbeschränkt
und in höheren Fachsemestern nicht zulassungsbeschränkt.
Der aktuelle Stand findet sich unter
www.studservice.uni-kiel.de/sfangebot.shtml.
10. Zulassungsbedingungen
und Einschreibung (Immatrikulation)
Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich.
Ihre Fragestellungen zum Zulassungsverfahren, zu Zulassungsbeschränkungen,
zum Auswahlverfahren, zur Online-Bewerbung, zum Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid,
zu Terminen und zum Losverfahren klären Sie bitte im
Studierendenservice, Bereich Bewerbung und Zulassung:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 5,
24118 Kiel
Anbau des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880 1791
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und Mittwoch, 14
bis 16 Uhr
E-Mail: zulstelle@uv.uni-kiel.de,
Homepage: www.studservice.uni-kiel.de
Ihre Fragen zur Online-Einschreibung und zu den benötigten Unterlagen
sowie zur Rückmeldung und Beurlaubung klären Sie bitte im
Studierendenservice, Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4,
24118 Kiel
Erdgeschoss des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880-4840
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und Mittwoch, 14
bis 16 Uhr
E-Mail: studservice@uv.uni-kiel.de,
Homepage: www.studservice.uni-kiel.de
Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung,
Einschreibung und Beratung an das International Center:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Westring 400, 24118 Kiel, Tel.:
0431/880-3715
Öffnungszeiten in der Vorlesungszeit: Montag und Donnerstag, 9 bis 12
Uhr,
Dienstag 14 bis 16 Uhr
Öffnungszeiten außerhalb der Vorlesungszeit: Dienstag 14 bis 16
Uhr und
Donnerstag 10 bis 12 Uhr
E-Mail: vlangner@uv.uni-kiel.de,
Homepage: www.international.uni-kiel.de
11. Zentrale
Studienberatung
In der Zentralen Studienberatung können sich Studierende
und Studieninteressierte über sämtliche Studienfächer und Studiengänge
der Christian-Albrechts-Universität informieren.
Die Zentrale Studienberatung klärt persönliche Fragen zur Studien-
und Berufsorientierung, zu Studienfächer-Kombinationen, zur Studiengestaltung,
zum Studienfach- bzw. Hochschulwechsel, zur Unterbrechung oder zum Abbruch des
Studiums, zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung sowie zu Problemen im Studium.
Studierende und Studieninteressierte werden außerdem über Berufs-
und Tätigkeitsfelder, weitergehende Qualifikationen, Aufbau- und Ergänzungsstudien
oder Alternativen zum Studium informiert. Ferner bietet die Zentrale Studienberatung
weiterführende Informationsschriften zu vielfältigen Themen an.
Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 5 (Anbau des Uni-Hochhauses), 24118 Kiel
Persönliche Beratung (ohne Voranmeldung):
Montag, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr,
Mittwoch, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr,
Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr
Telefonische Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr, Tel.: 0431/880-7440
E-Mail: zsb@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.zsb.uni-kiel.de
Weitere Beratungsangebote finden Sie unter www.zsb.uni-kiel.de,
Rubrik Beratungsstellen.
12. Studienfachberatung
Ihre fachspezifischen Fragen zum Studienfach klären
Sie bitte in der Studienfachberatung. Die Zusammenstellung der Studienfachberaterinnen
und Studienfachberater ist zu finden unter
www.zsb.uni-kiel.de/studienfachberatung.
Im Rahmen der Studienfachberatung
können auch mögliche und individuell geeignete Fächerkombinationen
besprochen werden.
Zu Beginn jedes Semesters finden Einführungsveranstaltungen statt.
Die Teilnahme wird Erstsemestern empfohlen; die Termine erhalten Sie
während der Einschreibung.
13. Prüfungsamt und Prüfungsordnungen
14. Weitere Informationen zum Studienfach
Weitere Informationen zum Studienfach finden Sie auf folgenden Internetseiten:
15. Aufbau des Studiums
Die Rechtsvorschriften zum Studium sind zu finden in folgenden Prüfungsordnungen:
Prüfungsverfahrensordnung (Satzung) der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel für Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge,
veröffentlicht am 24. April 2008, zuletzt geändert durch Satzung
vom 1. Juni 2011, Praktikumsordnung (Satzung) für die Durchführung
von Berufspraktika im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge
der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel vom 4. September 2007, Fachprüfungsordnung (Satzung) der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel für Studierende des Bachelorstudiengangs Physik des Erdsystems:
Meteorologie – Ozeanographie - Geophysik, veröffentlicht
am 24. April 2008, zuletzt geändert durch Satzung vom 31. August
2011.
Der Bachelorstudiengang Physik des Erdsystems: Meteorologie –
Ozeanographie – Geophysik wurde von der Akkreditierungsagentur
ASIIN durch den Beschluss vom 29. Juni 2007 akkreditiert.
Das Studium des Ein–Fach-Bachelorstudiengangs Physik des Erdsystems:
Meteorologie – Ozeanographie – Geophysik ist modular aufgebaut,
d. h. die Studierenden müssen die entsprechenden Teilgebiete durch
die Wahl von Modulen abdecken.
Die Lehrinhalte gliedern sich in mathematisch-physikalische Grundlagen,
fachspezifische Grundlagen und Vertiefungsveranstaltungen, wobei sich
der Schwerpunkt im Laufe des Studiums vom ersten bis zum dritten Bereich
verschiebt.
Die mathematisch-physikalischen Grundlagen orientieren sich am Bachelorstudiengang
Physik und bilden den Schwerpunkt des Studiums.
Die fachspezifischen Grundlagen bestehen aus Einführungsveranstaltungen
in den Fächern Geophysik, Meteorologie und Physikalische Ozeanographie
sowie aus anwendungsorientierten Veranstaltungen in den drei Bereichen.
Im Vertiefungsbereich besteht die Möglichkeit, den Schwerpunkt
auf zwei der drei Fächer Geophysik, Meteorologie und Physikalische
Ozeanographie zu legen. Aus den angebotenen Veranstaltungen müssen
fünf belegt werden.
In den ersten beiden Semestern werden Module zu mathematischen und physikalischen
Grundlagen im Umfang von 44 Leistungspunkten (LP) sowie Module zur Einführung
in die Fächer Geophysik, Meteorologie und Physikalische Ozeanographie
(insgesamt 16 LP) angeboten. Im dritten Semester sind zwei anspruchsvollere
Module (insgesamt 16 LP) aus dem Grundlagenbereich angesiedelt. Dieser
beinhaltet im fünften oder sechsten Semester zwei Module des Physikalischen
Praktikums. Die fachspezifischen Grundlagen werden im dritten und vierten
Semester mit zwei angewandten Modulen (insgesamt 12 LP) abgeschlossen,
die mit Hilfe eines Elektronik-Grundpraktikums und eines Feldpraktikums
Kenntnisse in Programmierung, Visualisierung und Durchführung von
Labor- und Feldexperimenten vermitteln. Die bis hier genannten Module
gehören zum Pflichtbereich des Studiums.
Vom dritten bis zum fünften Semester erstreckt sich der Vertiefungsbereich,
der Module in den Fächern Geophysik, Meteorologie und Physikalische
Ozeanographie mit insgesamt 24 LP pro Fach anbietet. Die Studierenden
müssen mindestens zwei Fächer vollständig belegen, sodass
hier eine erste Spezialisierung stattfindet.
Weitere 18 LP können durch übergreifende Inhalte oder themenverwandte
Wahlfächer abgedeckt werden. Das mindestens dreiwöchige Berufspraktikum
wird im sechsten Semester vermittelt und kann auch die Teilnahme an
nationalen oder internationalen Forschungsexpeditionen beinhalten. Die
Bachelorarbeit als finale Spezialisierung ist thematisch in einem der
drei genannten Fächer angesiedelt.
Für das Ein-Fach-Bachelorstudium ergibt sich somit ein Gesamtumfang
von 180 LP inklusive der Teilnahme an einem Berufspraktikum und der
Anfertigung einer Bachelorarbeit.
Durch das Studium sollen die Studierenden die Voraussetzungen erlangen,
sich insbesondere mit dem Stand der Wissenschaft und den Methoden in
wichtigen Teilgebieten vertraut zu machen, Zusammenhänge des Faches
zu erkennen und zu lernen, und die Methoden und Erkenntnisse selbstständig
anzuwenden. Durch die Vertiefung der fachspezifischen Grundlagen und
die Wahl der übergreifenden Inhalte erfolgt eine stärkere
Spezialisierung in den gewählten Schwerpunkten.
Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die Studierenden die
Lernziele eines Moduls erreicht haben. Die Modulprüfungen finden
studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen
bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen
richten sich nach der Fachprüfungsordnung.
Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung
erforderlichen Modulprüfungen und die Bachelorarbeit bestanden
und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.
Die Regelstudienzeit für den Ein-Fach-Bachelorstudiengang Physik
des Erdsystems: Meteorologie – Ozeanographie – Geophysik
beträgt 6 Semester.
Physik des Erdsystems: Meteorologie – Ozeanographie –
Geophysik,
Bachelor of Science (B.Sc.)
Ein-Fach-Bachelorstudium (180 LP) |
| Modulnummer |
Modulname |
PL1 |
im...
Sem. |
Vor.2 |
SWS3 |
LP4 |
| MNF-phys-101 |
Physik I: Mechanik und Wärmelehre |
| |
Vorlesung |
K |
1. |
- |
4 |
9 |
| Übung |
2 |
| MNF-phys-201 |
Physik II: Elektrizitätslehre und Optik |
| |
Vorlesung |
K |
2. |
- |
4 |
9 |
| Übung |
2 |
| MNF-phys-102 |
Elementare Mathematische Methoden der Physik |
| |
Elementare Mathematische
Methoden der
Physik I (VL) |
PÜ |
1. |
- |
3 |
4 |
| Elementare Mathematische Methoden
der
Physik I (Ü) |
1 |
Elementare Mathematische
Methoden der
Physik II (VL) |
PÜ |
2. |
- |
3 |
4 |
Elementare Mathematische
Methoden der
Physik II (Ü) |
1 |
| MNF-phys-104 |
Mathematik für
Physiker I |
| |
Vorlesung |
K o.
M |
1. |
- |
4 |
9 |
| Übung |
2 |
| MNF-phys-204 |
Mathematik für
Physiker II |
| |
Vorlesung |
K o.
M |
2. |
- |
4 |
9 |
| Übung |
2 |
| MNF-phys-304 |
Mathematik für
Physiker III |
| |
Vorlesung |
K o.
M |
3. |
- |
4 |
9 |
| Übung |
2 |
| MNF-phys-203 |
Elektronik und Messtechnik |
| |
Vorlesung |
K |
4. |
- |
3 |
4 |
| Übung |
1 |
| MNF-phys-302 |
Theorie I: Theoretische
Mechanik |
| |
Vorlesung |
K |
3. |
- |
3 |
7 |
| Übung |
2 |
| MNF-phys-pher-303 |
Elektronik-Grundpraktikum
für PEMOG |
| |
Praktikum |
M + Tta5 |
5. |
phys-203 |
3 |
5 |
| Begleitseminar |
1 |
| MNF-phys-403 |
Physikalisches Praktikum
für Hauptfach Anfänger Teil 16 |
| |
Praktikum |
M + Tta5 |
5. o.
6. |
phys-101
phys-203 |
6 |
9 |
| Begleitseminar |
1 |
| MNF-phys-503 |
Physikalisches Praktikum
für Hauptfach Anfänger Teil 26 |
| |
Praktikum |
M + Tta5 |
5. o.
6. |
phys-101
phys-203 |
6 |
9 |
| Begleitseminar |
1 |
| MNF-EGPH |
Einführung in die
Geophysik |
| |
Einführung in die Geophysik
I (VL) |
K |
1. |
- |
2 |
3 |
| Einführung in die Geophysik
II (VL) |
K+B |
2. |
- |
2 |
3 |
| Einführung in die Geophysik
II (P) |
1 |
| MNF-Klim-101 |
Einführung in die Meteorologie
(VL) |
K |
1. |
- |
3 |
5 |
| Einführung in die Ozeanographie
(VL) |
K |
2. |
- |
3 |
5 |
| MNF-Pher-101 |
Angewandte Meteorologie, Ozeanographie, Geophysik |
| |
Übung |
v |
3. |
- |
2 |
8 |
| Übung |
2 |
| Seminar |
2 |
| MNF-Pher-110 |
Feldpraktikum7 |
| MNF-Pher-110a |
Feldpraktikum Geophysik (VL+Ü+S)
|
M |
4. |
EGPH+Klim-101 |
5 |
8 |
| MNF-Pher-110b |
Feldpraktikum Ozeanographie (VL+Ü+S) |
| MNF-Pher-110c |
Feldpraktikum Meteorologie (VL+Ü+S) |
| MNF-Pher-210 |
Berufspraktikum |
B |
6. |
- |
|
4 |
| |
Vertiefungsmodule8 |
je nach Modul |
3.-5. |
je nach Modul |
je nach Modul |
36 |
| |
Nebenfachmodule9 |
je nach Modul |
5.+6. |
je nach Modul |
je nach Modul |
18 |
| MNF-Pher-201 |
Bachelorarbeit |
B.Sc.-
Arbeit |
6. |
- |
- |
12 |
| Gesamt |
180 |
| Die Bachelorprüfung besteht aus den studienbegleitenden
Prüfungen im Rahmen der einzelnen Module bzw. Lehrveranstaltungen
und einer Bachelorarbeit (12 LP). |
| __________ |
| 1 |
PL: im Rahmen der Module zu erbringende Modulprüfungsleistungen |
| 2 |
Vor.: Zugangsvoraussetzung für die Lehrveranstaltung |
| 3 |
Semesterwochenstunde (SWS): Anzahl der Stunden pro
Woche, die für eine Veranstaltung über den Zeitraum eines
Semesters vorgesehen sind. „2 SWS“ bedeutet z. B., dass
diese Veranstaltung ein Semester lang mit 2 Stunden/Woche durchgeführt
wird. |
| 4 |
LP: Gemäß dem Europäischen System zur Anrechnung von
Studienleistungen (ECTS) erhält man für jede bestandene Modulprüfung
eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (LP). Möglich sind auch
die Abkürzungen CP oder PP. Zum anrechenbaren Arbeitsaufwand (Workload)
zählen vielfältige Leistungen, zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung
sowie der Besuch von Veranstaltungen. Ein Leistungspunkt entspricht
etwa dem Aufwand von 25 bis maximal 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium. |
| 5 |
Das Modul ist bestanden, wenn alle Testate zu den Praktikumsprotokollen
erlangt wurden sowie die mündlichen Prüfgespräche im Rahmen des
Begleitseminars erfolgreich absolviert wurden. Die Note ist durch
die Note der Prüfgespräche gegeben. Fehlen maximal zwei Testate,
so ist für das Bestehen des Moduls eine zusätzliche mündliche Prüfung
als Prüfungsleistung erforderlich. Fehlen mehr als zwei Testate,
ist das Modul nicht bestanden. |
| 6 |
Nur eines der beiden Module wird absolviert. |
| 7 |
Es wird nur eines der drei angebotenen Module (Geophysik, Ozeanographie, Meteorologie) aus dem Bereich Feldpraktikum absolviert. |
| 8 |
Der Vertiefungsbereich erstreckt sich vom dritten bis zum fünften
Semester und bietet Module in den Fächern Meteorologie, Physikalische
Ozeanographie und Geophysik. Im dritten Semester muss ein Modul
mit 6 LP, im vierten Semester müssen drei Module mit jeweils
6 LP und im fünften Semester müssen zwei Module mit jeweils
6 LP absolviert werden. Die Vertiefungsmodule sind aus folgendem
Angebot zu wählen: Klimaphysik (MNF-Mete-201a), Angewandte
Synoptik (MNF-Mete-201b), Physik des Ozeans (MNF-Ozrg-201), Atmosphären-
und Ozeandynamik (MNF-Klim-201), Angewandte Geophysik I (MNF-AGP1),
Angewandte Geophysik II (MNF-AGP2), Angewandte Geophysik III (MNF-AGP3)
und Numerische Geophysik I (MNF-NGP1). |
| 9 |
Im fünften und im sechsten Semester müssen drei Nebenfachmodule
mit 18 LP gewählt werden. Zwei Module (13 LP) werden im fünften
Semester absolviert und ein Modul (5 LP) im sechsten Semester. Nicht
belegte Vertiefungsmodule (siehe Fußnote 5) können auch
als Nebenfachmodule belegt werden. Des Weiteren können Module
aus dem Lehrangebot der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und
Technischen Fakultät für den Bereich Übergreifende
Inhalte/Nebenfach angerechnet werden. |
| Erläuterungen: |
| B: |
Bericht |
| K: |
Klausur |
| M: |
mündliche Prüfung |
| P: |
Praktikum |
| PÜ: |
Präsenzübung |
| S: |
Seminar |
| Sem.: |
empfohlenes Semester |
| Tta: |
Testate |
| Ü: |
Übung |
| V: |
Vortrag |
| VL: |
Vorlesung |
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Abteilung 1, Zentrale Studienberatung, E-Mail
|