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MaterialwissenschaftBachelor Inhaltsübersicht 1. Studienabschluss
1. Studienabschluss Bachelor of Science (B.Sc.)
Grundlegende Informationen zu Bachelor- und Masterstudiengängen sind im Studieninformationsblatt „Bachelor- und Masterstudiengänge“ zu finden.
2. Gegenstand des Faches
Auf dem Gebiet der Werkstoffe hat sich in den letzten Jahrzehnten ein
enormer Wandel vollzogen. In ihrer technologischen Bedeutung rücken
die Funktionswerkstoffe wie Halbleiter und Polymere gegenüber den
Strukturwerkstoffen wie Eisen und Stahl immer mehr in den Vordergrund.
Während früher die globale Bedeutung eines Landes an der Stahlproduktion
gemessen wurde, stehen heute Bereiche wie Mikroelektronik, Informationstechnik
und Biotechnologie im Vordergrund. Das hat zu völlig neuen Anforderungen
an Werkstoffentwicklung und Fertigungstechniken geführt. Diesem
Trend wird bei den in Deutschland angebotenen werkstoffwissenschaftlichen
Studiengängen bisher kaum Rechnung getragen.
Die Materialwissenschaft stellt eine Kombination von Natur- und Ingenieurwissenschaften für die Erforschung, Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Charakterisierung von Werkstoffen dar. In der modernen Technologie spielen innovative Materialien eine übergeordnete Rolle. So sind viele Anwendungen des heutigen Alltags ohne spezielle elektrotechnische Werkstoffe gar nicht denkbar. Doch ohne die genaue Kenntnis der physikalischen Vorgänge in den verschiedensten Halbleitermaterialien wäre diese Entwicklung unmöglich gewesen. Auch in Medizin-, Umwelt-, Informations-, Verkehrs- und Energietechnik waren und sind viele Fortschritte ohne neuartige Materialien nicht möglich.
3. Besonderes Profil des Studiengangs an der Christian-Albrechts-Universität zu KielWährend die herkömmliche materialwissenschaftliche
Ausbildung sowohl die Konstruktionswerkstoffe als auch die traditionellen
Fächer (wie z. B. Technische Mechanik) abdeckt, liegt der Schwerpunkt
der Ausbildung an der Christian-Albrechts-Universität Kiel auf den
Funktionswerkstoffen aus Metallen, Halbleitern, Keramiken und Polymeren
sowie deren Verbunden und deren Mikrostrukturanalytik.
Die Absolventinnen und Absolventen sollen neben einer guten Ausbildung in den wissenschaftlichen Grundlagen und der praktischen Anwendung gelernt haben, eine wissenschaftliche Fragestellung selbstständig zu bearbeiten und die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Die Absolventinnen und Absolventen sollen die Fähigkeit vermittelt bekommen auch an interdisziplinären Diskussionen und Arbeitsprozessen mitzuwirken, mit konstruktiver Kritik beitragen und lernen, konstruktive Kritik zu akzeptieren. Bei den Laborpraktika werden grundsätzlich Teams gebildet und die erfolgreiche Durchführung eines Experiments hängt von der Teamfähigkeit aller Teammitglieder ab. In materialwissenschaftlichen Seminaren ab dem 4. Semester wird die Aufarbeitung und Präsentation unbekannter aktueller Themen aus Wissenschaft und Forschung und deren multimedial gestützte effektive Präsentation in deutscher und englischer Sprache geübt. Ab dem 4. Semester wird die Lehr- und Lernsprache schrittweise in das Englische übertragen. Die Absolventinnen und Absolventen sollen die wesentlichen Inhalte in komplexen Zusammenhängen erkennen können und auch unter Stress oder unter wechselnden Rahmenbedingungen, Probleme und Aufgaben zeitnah lösen können. Sie sollen weiterhin die Fähigkeit erlangen, sich selbständig in neue Bereiche einzuarbeiten und auf dem aktuellen Stand der Forschung sowie der Entwicklung zu bleiben. Der Einsatz von EDV sowohl bei Präsentation, Modulation und der Auswertung wissenschaftlicher Inhalte gehört zum selbstverständlichen Bestandteil der Ausbildung.
4. Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder Die großen Fortschritte in der Produktionstechnik
und die damit verbundenen hohen Ansprüche an die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter u. a. im Reinraumbereich und der Oberflächentechnologie
führen zu einer verstärkten Nachfrage nach wissenschaftlich
qualifiziertem Personal in der technischen Anwendung, das neben praktischen
Fähigkeiten auch über ein entsprechendes Grundlagenwissen verfügt
und bereits im Studium die modernsten Methoden kennen gelernt hat.
Hieraus ergeben sich zahlreiche Tätigkeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen in Industriebetrieben, die neue Werkstoffe entwickeln, herstellen, prüfen, verarbeiten oder verwenden sowie in der Qualitätskontrolle neuer Produkte. Durch die vielfältigen Qualifikationen im analytischen Bereich eröffnen sich auch Tätigkeitsfelder in der Konstruktion, Betreuung und dem Vertrieb analytischer Geräte, sowie in anwendungsorientierten oder technischen Bereichen von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen und in Materialprüfanstalten. Gerade im Produktionsbereich sind promovierte Naturwissenschaftler häufig überqualifiziert für die eher technischen Tätigkeiten z. B. in Reinräumen, die zwar im Gegensatz zu den Technikerberufen ein fundiertes naturwissenschaftliches Grundverständnis erfordern, für die aber wissenschaftliche Spezialkenntnisse im Allgemeinen nicht notwendig sind. Der Bachelor schließt diese Lücke. Da für die Bachelorabsolventen ungefähr das Tarifniveau der bisherigen Fachhochschulabsolventen zu erwarten ist, sind sie für die Unternehmen auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit interessant. Für die eher wissenschaftlich orientierten Absolventinnen und Absolventen empfiehlt sich die Aufnahme eines Masterstudienganges, entweder in Materialwissenschaft oder einer benachbarten Wissenschaft wie der Nanosystemtechnik.
5. Nachbar- und Hilfswissenschaften Wichtige Grundlagenfächer für das Studium der Materialwissenschaft
sind Mathematik, Chemie und Physik.
6. Schulische VorbildungGrundsätzlich allgemeine Hochschulreife, fachgebundene
Hochschulreife.
Gute Englischkenntnisse auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen sind hilfreich.
7. Sonstige Kenntnisse und persönliche NeigungenVoraussetzungen für das Studium der Materialwissenschaft sind vor allem:
8. Praktika Zur besseren Berufsvorbereitung wird im letzten Semester eine
dreimonatige, berufsorientierende und verpflichtende Praxisphase absolviert,
die von den Hochschullehrern mitbetreut wird und den Übergang ins
Arbeitsleben für die Bachelorabsolventen erleichtern soll. Zudem
haben die Studierenden die Möglichkeit, Fragestellungen und Ideen
aus der Praxisphase bei der Themensetzung ihrer Bachelorarbeit einzubringen.
Weiterhin sind mindestens 3 Laborpraktika im Zuge des Studiums durchzuführen. ![]() 9. Zulassungsbeschränkungen
Der Bachelorstudiengang Materialwissenschaft ist nicht zulassungsbeschränkt.
Der aktuelle Stand findet sich unter www.studservice.uni-kiel.de/sfangebot.shtml.
10. Zulassungsbedingungen und Einschreibung (Immatrikulation)
Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Ihre Fragen zur Online-Einschreibung und zu den benötigten
Unterlagen sowie zur Rückmeldung und Beurlaubung klären Sie bitte
im
Studierendenservice, Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4, 24118 Kiel Erdgeschoss des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880-4840 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und Mittwoch, 14 bis 16 Uhr E-Mail: studservice@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.studservice.uni-kiel.de Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung, Einschreibung und Beratung an das International Center: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Westring 400, 24118 Kiel, Tel.: 0431/880-3715 Öffnungszeiten in der Vorlesungszeit: Montag und Donnerstag, 9 bis 12 Uhr, Dienstag 14 bis 16 Uhr Öffnungszeiten außerhalb der Vorlesungszeit: Dienstag 14 bis 16 Uhr und Donnerstag 10 bis 12 Uhr E-Mail: vlangner@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.international.uni-kiel.de 11. Zentrale Studienberatung In der Zentralen Studienberatung können sich Studierende
und Studieninteressierte über sämtliche Studienfächer und Studiengänge
der Christian-Albrechts-Universität informieren.
Die Zentrale Studienberatung klärt persönliche Fragen zur Studien- und Berufsorientierung, zu Studienfächer-Kombinationen, zur Studiengestaltung, zum Studienfach- bzw. Hochschulwechsel, zur Unterbrechung oder zum Abbruch des Studiums, zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung sowie zu Problemen im Studium. Studierende und Studieninteressierte werden außerdem über Berufs- und Tätigkeitsfelder, weitergehende Qualifikationen, Aufbau- und Ergänzungsstudien oder Alternativen zum Studium informiert. Ferner bietet die Zentrale Studienberatung weiterführende Informationsschriften zu vielfältigen Themen an. Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Christian-Albrechts-Platz 5 (Anbau des Uni-Hochhauses), 24118 Kiel Persönliche Beratung (ohne Voranmeldung): Montag, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Mittwoch, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr Telefonische Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr, Tel.: 0431/880-7440 E-Mail: zsb@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.zsb.uni-kiel.de Weitere Beratungsangebote finden Sie unter www.zsb.uni-kiel.de, Rubrik Beratungsstellen. 12. StudienfachberatungIhre fachspezifischen Fragen zum Studienfach klären Sie
bitte in der Studienfachberatung. Die Zusammenstellung der Studienfachberaterinnen
und Studienfachberater ist zu finden unter
www.zsb.uni-kiel.de/studienfachberatung.
Die Inanspruchnahme der Studienfachberatung wird empfohlen, insbesondere für Studienanfänger und bei Wechsel des Studienortes bzw. -fachs. Zu Beginn jedes Semesters finden Einführungsveranstaltungen statt. Die Teilnahme wird Erstsemestern empfohlen; die Termine erhalten Sie während der Einschreibung.
13. Prüfungsamt und Prüfungsordnungen Ihre Fragen zum Prüfungsverfahren richten Sie bitte
an das Servicezentrum Lehre. Die Anschriften und Ansprechpartner finden
Sie unter: www.tf.uni-kiel.de/servicezentrum.
Die Studien- und Prüfungsordnungen finden Sie unter: www.studservice.uni-kiel.de/pra/studord.shtml
14. Weitere Informationen zum StudienfachWeitere Informationen zum Studienfach finden Sie auf
folgenden Internetseiten:
15. Aufbau des Studiums Die Rechtsvorschriften zum Studium sind zu finden in folgenden
Prüfungsordnungen:
Prüfungsverfahrensordnung (Satzung) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende der Bachelor- und Master-Studiengänge, veröffentlicht am 24. April 2008, zuletzt geändert durch Satzung vom 1. Juni 2011, Fachprüfungsordnung der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende des Faches Materialwissenschaft mit dem Abschluss Bachelor vom 12 Mai 2011, veröffentlicht am 1. Juni 2011. Der Bachelorstudiengang Materialwissenschaft wurde von der Akkreditierungsagentur ASIIN durch den Beschluss vom 24. Juni 2005 und durch den Beschluss vom 30. September 2011 akkreditiert. Im ersten Studienjahr werden die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen in Chemie, Physik, Mathematik und Informatik gelegt. Im zweiten Studienjahr werden die Kenntnisse der Studierenden in der Materialwissenschaft vertieft und ein großer Anteil der Laborpraktika absolviert. Zudem werden weitere Fähigkeiten in der Elektrotechnik erworben. Ab dem zweiten Studienjahr wird ein technischer Wahlpflichtbereich absolviert, der den Studierenden die Möglichkeit gibt, spezielle Kenntnisse zu erwerben und sich zu spezialisieren. Nach dem Ende des dritten Semesters wird allen Studierenden eine Einzelberatung empfohlen und angeboten, die den Studierenden helfen soll, eine Spezialisierung im vertiefenden Wahlpflichtbereich entsprechend den weiteren Berufs- und/oder Studienvorstellungen zusammenzustellen. Studierende, die nach dem Bachelor den Berufseinstieg anstreben, haben in den höheren Studienhalbjahren die Möglichkeit, diese Fähigkeiten und das Methodenwissen in den Modulen „Einführung in die praktische Elektronenmikroskopie“, „Einführung in die makromolekulare Chemie“ und „Einführung in die Vakuumtechnik“ zu erwerben. Hinzu kommt ein nichttechnischer Wahlbereich, in dem die Studierenden wirtschaftswissenschaftliche oder sprachliche Kompetenzen erwerben oder Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten erlernen können. Ab dem vierten Studienhalbjahr werden Module verstärkt in englischer Sprache angeboten. Im dritten Studienjahr werden die Kenntnisse der einzelnen Materialklassen und der Materialanalytik vertieft. Im letzten Semester werden die berufsorientierende Praxisphase und die Bachelorarbeit absolviert. Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachprüfungsordnung. Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Arbeit bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde. Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang Materialwissenschaft beträgt 6 Semester.
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