Europäische Ethnologie / Volkskunde
Bachelor
Inhaltsübersicht
1.
Studienabschluss
Bachelor of Arts (B.A.)
Grundlegende Informationen zu Bachelor- und Masterstudiengängen sowie
zu Kombinationsmöglichkeiten sind im Studieninformationsblatt „Bachelor-
und Masterstudiengänge“ zu finden.
2. Gegenstand und Ziele des Faches
Europäische Ethnologie / Volkskunde versteht sich
als empirisch arbeitende Kulturwissenschaft, die ihren Fokus auf die Alltagskultur
vorzugsweise in Deutschland, aber mit vergleichender Perspektive auf Europa
legt. Ausgehend von der Prämisse, dass das Zusammenleben von Menschen
grundsätzlich auf einer Vorstellung von sozialer Ordnung beruht,
fragt sie nach den damit verbundenen kulturellen Praxen. Wie gestalten
Menschen ihr Zusammenleben? Welche Beziehungen gehen sie zu ihrer sozialen
und natürlichen Umwelt ein? Welches Bild machen sie sich von diesen
Beziehungen? Wie organisieren sie ihr Verhältnis zu Religion, Geschichte
und Traditionen? Wie werden Identitäten geschaffen und ausgehandelt?
Dabei arbeitet die Europäische Ethnologie / Volkskunde sowohl historisch
als auch gegenwartsbezogen, indem sie Kultur als sozial bedingt und geschichtlich
geprägt versteht und zugleich ihre wesentliche auf die Gesellschaft
zurückwirkende Bedeutung betont. Mit ihrer thematischen Breite und
ihrer Nähe zur kulturellen Alltagspraxis ermöglicht die Europäische
Ethnologie / Volkskunde ihren Studierenden einen substantiellen Einblick
in potentielle Arbeitsfelder wie Museum, öffentliche Kulturarbeit
und Medien.
3. Besonderes Profil des Studienfaches an der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Eine methodisch, thematisch und theoretisch breite
Auseinandersetzung mit den Arbeitsweisen des Faches wird geboten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Standorten ist es möglich, an der
Christian-Albrechts-Universität Europäische Ethnologie / Volkskunde
als eigenständigen Studiengang zu studieren.
4. Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder
Berufsmöglichkeiten für Absolventinnen und
Absolventen der Europäischen Ethnologie / Volkskunde finden sich
u. a. in Regionalmuseen, im Verlagswesen, im Medienbereich (Rundfunk,
Fernsehen, Presse) sowie in der regionalen öffentlichen Kulturarbeit.
5. Nachbar- und Hilfswissenschaften
Geschichtswissenschaften, Soziologie, Kunst-, Musik-, Literatur-,
Rechtsgeschichte, Philologien.
 6.
Schulische Vorbildung
Grundsätzlich allgemeine Hochschulreife, fachgebundene
Hochschulreife.
Nach der Studienqualifikationssatzung gelten folgende Voraussetzungen,
die bei der Einschreibung nachgewiesen werden müssen:
- gute Lesekompetenz (C1 nach CEF, siehe:
www.goethe.de/z/50/commeuro/303.htm) in englischer Sprache, nachgewiesen
insbesondere durch das Schulzeugnis (mindestens vier Jahre Schulunterricht,
Abschluss mindestens mit der Note befriedigend (07))
Die Englischkenntnisse müssen mit der Einschreibung nachgewiesen
werden.
- Lesekompetenz (B2 nach CEF, siehe:
www.goethe.de/z/50/commeuro/303.htm) in einer romanischen, skandinavischen,
slavischen oder finno-ugrischen Sprache, nachgewiesen durch den Schulunterricht
(mindestens zwei Jahre Schulunterricht, Abschluss mindestens mit der
Note ausreichend (05))
Die Lesekompetenz in der anderen Fremdsprache kann auch durch den
Besuch zweier Sprachkurse (Anfänger und Fortgeschrittene I) an
der Universität nachgewiesen werden. Dieser Nachweis ist mit
der Anmeldung zu der Modulprüfung „Kulturtheorien“
(3. Semester) zu erbringen.
Die Studienqualifikationssatzung ist zu finden unter www.studservice.uni-kiel.de/sta/0-1-3.pdf
 7.
Sonstige Kenntnisse und Praktika
Ein Interesse an kulturhistorischen und kultursoziologischen
Fragestellungen ist erwünscht.
 8.
Persönliche Neigungen
Erwünscht sind weit gefächerte kultursoziologische,
historische, besonders kultur- und sozialgeschichtliche Interessen.
 9.
Zulassungsbeschränkungen
Der Bachelorstudiengang Europäische Ethnologie /
Volkskunde ist im ersten Fachsemester zulassungsbeschränkt und in
höheren Fachsemestern nicht zulassungsbeschränkt.
Der aktuelle Stand findet sich unter www.studservice.uni-kiel.de/sfangebot.shtml.
10. Zulassungsbedingungen
und Einschreibung (Immatrikulation)
Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich.
Ihre Fragestellungen zum Zulassungsverfahren, zu Zulassungsbeschränkungen,
zum Auswahlverfahren, zur Online-Bewerbung, zum Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid,
zu Terminen und zum Losverfahren klären Sie bitte im
Studierendenservice, Bereich Bewerbung und Zulassung:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 5,
24118 Kiel
Anbau des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880 1791
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und Mittwoch, 14
bis 16 Uhr
E-Mail: zulstelle@uv.uni-kiel.de,
Homepage: www.studservice.uni-kiel.de
Ihre Fragen zur Online-Einschreibung und zu den benötigten Unterlagen
sowie zur Rückmeldung und Beurlaubung klären Sie bitte im
Studierendenservice, Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4,
24118 Kiel
Erdgeschoss des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880-4840
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und Mittwoch, 14
bis 16 Uhr
E-Mail: studservice@uv.uni-kiel.de,
Homepage: www.studservice.uni-kiel.de
Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung,
Einschreibung und Beratung an das International Center:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Westring 400, 24118 Kiel, Tel.:
0431/880-3715
Öffnungszeiten in der Vorlesungszeit: Montag und Donnerstag, 9 bis 12
Uhr,
Dienstag 14 bis 16 Uhr
Öffnungszeiten außerhalb der Vorlesungszeit: Dienstag 14 bis 16
Uhr und
Donnerstag 10 bis 12 Uhr
E-Mail: vlangner@uv.uni-kiel.de,
Homepage: www.international.uni-kiel.de
11. Zentrale
Studienberatung
In der Zentralen Studienberatung können sich Studierende
und Studieninteressierte über sämtliche Studienfächer und Studiengänge
der Christian-Albrechts-Universität informieren.
Die Zentrale Studienberatung klärt persönliche Fragen zur Studien-
und Berufsorientierung, zu Studienfächer-Kombinationen, zur Studiengestaltung,
zum Studienfach- bzw. Hochschulwechsel, zur Unterbrechung oder zum Abbruch des
Studiums, zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung sowie zu Problemen im Studium.
Studierende und Studieninteressierte werden außerdem über Berufs-
und Tätigkeitsfelder, weitergehende Qualifikationen, Aufbau- und Ergänzungsstudien
oder Alternativen zum Studium informiert. Ferner bietet die Zentrale Studienberatung
weiterführende Informationsschriften zu vielfältigen Themen an.
Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 5 (Anbau des Uni-Hochhauses), 24118 Kiel
Persönliche Beratung (ohne Voranmeldung):
Montag, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr,
Mittwoch, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr,
Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr
Telefonische Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr, Tel.: 0431/880-7440
E-Mail: zsb@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.zsb.uni-kiel.de
Weitere Beratungsangebote finden Sie unter www.zsb.uni-kiel.de,
Rubrik Beratungsstellen.
12. Studienfachberatung
Ihre fachspezifischen Fragen zum Studienfach klären
Sie bitte in der Studienfachberatung. Die Zusammenstellung der Studienfachberaterinnen
und Studienfachberater ist zu finden unter
www.zsb.uni-kiel.de/studienfachberatung.
Im Rahmen der Studienfachberatung
können auch mögliche und individuell geeignete Fächerkombinationen
besprochen werden.
Zu Beginn jedes Semesters finden Einführungsveranstaltungen statt.
Die Teilnahme wird Erstsemestern empfohlen; die Termine erhalten Sie
während der Einschreibung.
13. Prüfungsamt und Prüfungsordnungen
14. Weitere Informationen zum Studienfach
Weitere Informationen zum Studienfach finden Sie auf folgenden Internetseiten:
15. Aufbau des Studiums
Die Rechtsvorschriften zum Studium sind zu finden in folgenden Prüfungsordnungen:
Prüfungsverfahrensordnung (Satzung) der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel für Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge,
veröffentlicht am 24. April 2008, zuletzt geändert durch Satzung
vom 1. Juni 2011, Gemeinsame Prüfungsordnung (Satzung) der Fakultäten
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende
der Zwei-Fächer-Bachelor- und Masterstudiengänge, veröffentlicht
am 24. April 2008, zuletzt geändert durch Satzung vom 31. August
2011, Praktikumsordnung (Satzung) für die Durchführung der
Praxismodule im Rahmen des Profils Fachergänzung der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengänge
vom 29. November 2007, zuletzt geändert durch Satzung vom 20. November
2008, Fachprüfungsordnung (Satzung) der Philosophischen Fakultät
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende
des Zwei-Fächer-Bachelorstudiengangs Europäische Ethnologie
/ Volkskunde, veröffentlicht am 24. April 2008, zuletzt geändert
am 11. Oktober 2010.
Der Bachelorstudiengang Europäische Ethnologie / Volkskunde wurde
von der Akkreditierungsagentur AQAS durch den Beschluss vom 20. November
2007 akkreditiert.
Das Studienfach Europäische Ethnologie / Volkskunde kann im Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang
gewählt werden. Ein Zwei-Fächer-Bachelorstudium umfasst das
Studium zweier Studienfächer im Umfang von je 70 Leistungspunkten,
die Anfertigung einer Bachelor-Arbeit im Umfang von 10 Leistungspunkten
sowie das Studium eines Profilierungsbereichs im Umfang von 30 Leistungspunkten.
Weitere Informationen zu den Studiengangsmodellen und zu den Kombinationsmöglichkeiten
im Zwei-Fächer-Bachelorstudium finden Sie im Studieninformationsblatt
„Bachelor-
und Masterstudiengänge“.
Das Studium ist in 7 Module gegliedert. Im Modul „A. Basiswissen“
werden die Grundlagen des Faches (Fachgeschichte, Grundbegriffe, Methoden
des Faches) vermittelt. In den Parallel- bzw. Folgemodulen „B.
Sachkultur und Museum“ und „C. Öffentliche Kulturarbeit
und Medien“ werden u. a. grundlegende Kenntnisse über mögliche
Arbeitsfelder erarbeitet. Im Modul „D. Kulturtheorien“ werden
die Studierenden über relevante theoretische Ansätze und Modelle
in Kenntnis gesetzt. Die hieran anschließenden Module „E.
Anthropologie der Alltagskultur“ sowie „F. Historische Anthropologie“
widmen sich vertiefend der Alltagskultur (z. B. Nahrungsforschung, Arbeit
und Freizeit), kulturellen Ausdrucks- und Aneignungsweisen (z. B. populäre
Medien, populäre Ästhetik, mündliche und schriftliche
Kommunikation), gesellschaftlichen und kulturellen Wahrnehmungskonzepten
(z. B. ethnische und soziale Gruppen, Geschlecht, Raum, Zeit) und der
historischen Volkskulturforschung. Im Modul „G. Vertiefung“
werden Neuerscheinungen und zentrale Texte des Faches vertiefend diskutiert
und zugleich entstehende Bachelorarbeiten kritisch begleitet.
Ein ordnungsgemäßes Studium setzt die Teilnahme an insgesamt
33 Semesterwochenstunden und 7 Tage Exkursion voraus. Die Abfolge und
Zugangsvoraussetzungen zu den Modulen sind in der Fachprüfungsordnung
geregelt.
Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende
die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden
studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen
bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen
richten sich nach der Fachprüfungsordnung.
Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung
erforderlichen Modulprüfungen und die Bachelorarbeit - in einem
der zwei studierten Studienfächer - bestanden und damit die erforderliche
Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.
Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang Europäische
Ethnologie / Volkskunde beträgt 6 Semester.

Europäische Ethnologie / Volkskunde, Bachelor of Arts (B.A.)
Zwei-Fächer-Bachelorstudium (70 LP) |
| Modulnummer |
Modulname |
PL1 |
im...
Sem. |
Vor.2 |
SWS3 |
LP4 |
| A |
Basiswissen |
| |
Proseminar Grundkurs 1 |
MP V15 |
1. |
- |
2 |
5 |
| Proseminar Grundkurs 2 |
2. |
- |
2 |
6 |
| Tutorium |
1. |
- |
2 |
2 |
| Tutorium |
2. |
- |
2 |
2 |
| B |
Sachkultur und Museum |
| |
Vorlesung |
MP V15 |
1. |
- |
1 |
2 |
| Selbststudium mit Tutor |
- |
2 |
1,5 |
| Exkursion (4 Tage) |
- |
1 |
1,5 |
| Proseminar |
2. |
- |
2 |
5 |
| C |
Öffentliche Kulturarbeit und Medien |
| |
Vorlesung |
MP V15 |
3. |
A u.
B |
1 |
2 |
| Selbststudium mit Tutor |
2 |
1,5 |
| Exkursion (3 Tage) |
1 |
1 |
| Proseminar |
4. |
2 |
3 |
| D |
Kulturtheorien |
| |
Vorlesung |
MP V26 |
3. |
A u.
B |
1 |
2 |
| Selbststudium mit Tutor |
2 |
1,5 |
| Proseminar |
2 |
4 |
| E |
Anthropologie der Alltagskultur |
| |
Vorlesung mit Selbststudium |
MP V37 |
4. |
D |
3 |
3 |
| Hauptseminar |
2 |
7 |
| F |
Historische Anthropologie |
| |
Vorlesung mit Selbststudium |
MP V37 |
5. |
A bis
E |
1 |
3 |
| Hauptseminar |
2 |
7 |
| G |
Vertiefung |
| |
Übung mit Tutor
|
MP V15 |
6. |
F |
2 |
4 |
| Oberseminar |
2 |
6 |
| Gesamt |
70 |
| Die Bachelorprüfung besteht aus den studienbegleitenden
Prüfungen im Rahmen der einzelnen Module bzw. Lehrveranstaltungen
und einer Bachelorarbeit (10 LP) in einem der zwei studierten Studienfächer. |
| 1
|
PL: im Rahmen der Module zu erbringende Modulprüfungsleistungen |
| 2
|
Vor.: Zugangsvoraussetzung für die Lehrveranstaltung |
| 3 |
Semesterwochenstunde (SWS): Anzahl der Stunden pro
Woche, die für eine Veranstaltung über den Zeitraum eines
Semesters vorgesehen sind. „2 SWS“ bedeutet z. B., dass
diese Veranstaltung ein Semester lang mit 2 Stunden/Woche durchgeführt
wird. |
| 4 |
LP: Gemäß dem Europäischen System zur Anrechnung von
Studienleistungen (ECTS) erhält man für jede bestandene Modulprüfung
eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (LP). Möglich sind auch
die Abkürzungen CP oder PP. Zum anrechenbaren Arbeitsaufwand (Workload)
zählen vielfältige Leistungen, zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung
sowie der Besuch von Veranstaltungen. Ein Leistungspunkt entspricht
etwa dem Aufwand von 25 bis maximal 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium. |
| 5 |
Modulprüfung Variante 1: Das Modul wird übergreifend
mit einer Klausur abgeprüft, die Lernziele aller Lehrveranstaltungen
des Moduls zum Gegenstand hat. |
| 6 |
Modulprüfung Variante 2: Das Modul wird übergreifend
mit einer mündlichen Prüfung abgeprüft. |
| 7 |
Modulprüfung Variante 3: Das Modul wird mit einer schriftlichen
Arbeit abgeprüft. |
| Erläuterungen: |
| Sem.: |
empfohlenes Semester |
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Abteilung 1, Zentrale Studienberatung, E-Mail
|