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Climate Physics: Meteorology and Physical OceanographyMaster Inhaltsübersicht 1. Studienabschluss
1. Studienabschluss
Master of Science (M.Sc.)
Grundlegende Informationen zu Bachelor- und Masterstudiengängen sind im Studieninformationsblatt „Bachelor- und Masterstudiengänge“ zu finden.
2. Gegenstand und Ziele des FachesDie Meteorologie (Physik der Atmosphäre) und Ozeanographie
(Meeresphysik) gehören zu den weitgehend physikalisch ausgerichteten Geowissenschaften
mit besonderer Relevanz für das physikalische Klimasystem unseres Planeten.
Gegenstand der Meteorologie ist die Atmosphäre, d. h. die Lufthülle des Planeten Erde. Die Atmosphäre steht als ein im physikalischen Sinne offenes System mit anderen physikalischen Systemen (Weltraum, Sonne, Ozean, feste Erde) sowie mit den Systemen der lebendigen Welt in vielfältiger Wechselwirkung. Auch diese Wechselwirkungen sind heute Gegenstand der Meteorologie. Die Meteorologie lässt sich definieren als Wissenschaft, die mit Methoden der exakten Naturwissenschaften die Atmosphäre und ihre wechselseitigen Beziehungen zu anderen Systemen erforscht. Die (physikalische) Ozeanographie, die zu den Geowissenschaften gehört, hat die Physik des Ozeans und seine Wechselwirkung mit der Atmosphäre zum Gegenstand. Ihr zentrales Ziel ist die Beschreibung und Erklärung der komplexen Bewegungsvorgänge im Ozean auf den unterschiedlichsten Raum- und Zeitskalen. Zu diesen Bewegungen gehören sowohl starke und beständige Strömungen, wie z. B. der Golfstrom, als auch zeitlich variable Wirbelfelder, die große Gebiete des Ozeans dominieren. Ein aktives Feld der Forschung ist auch die Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre. Beide Systeme treiben sich gegenseitig in einer Art und Weise an, die bis jetzt nur unzulänglich geklärt, aber von großer Wichtigkeit für das Verständnis der Variabilität des Klimas ist. Dieses ist Gegenstand der Klima-Physik. Ein markantes Beispiel dafür ist das El Niño-Phänomen, das sich durch eine Erwärmung des Oberflächenwassers im Pazifischen Ozean vor der Küste von Peru bemerkbar macht, aber auch große Auswirkungen auf verschieden Regionen der Welt hat, z. B. durch die mit ihm verbundenen Änderungen der lokalen Niederschlagsmengen und den damit einhergehenden Dürren oder Überschwemmungen. Ziel ist es, über ein verbessertes Verständnis der Rolle des Ozeans und der Atmosphäre bei derartigen gekoppelten Klimaschwankungen, im Bereich von Jahren bis zu Jahrzehnten, auch eine verbesserte Vorhersage des physikalischen Klimas zu ermöglichen. Mittlerweile ist es zudem eine akzeptierte Tatsache, dass der Ozean eine Schlüsselrolle bei der durch den Menschen verursachten Klimaänderung einnimmt. Wichtige Punkte hierbei sind die Aufnahme von Treibhausgasen aus der Atmosphäre mit der damit verbundenen Rückkopplung auf die globale Erwärmung, veränderte Strömungen sowie der Anstieg des Meeresspiegels. Die Vielzahl der Einflussfaktoren auf das Klima von Atmosphäre und Ozean erfordert eine konsequente interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Wissenschaften. Deshalb basiert insbesondere die Untersuchung des Ozeanklimas und der damit zusammenhän-genden Phänomene oft auf einer Kombination ozeanographischer, meteorologischer und biogeochemischer Beobachtungsprogramme. Diese stehen in enger Wechselbeziehung zu verschiedenen Computermodellen, welche sowohl eine realistische Simulation von Bewegungsstrukturen und -schwankungen und eine Erkennung unterschiedlicher Bewegungsregimes, als auch eine Identifizierung möglicher Szenarien, der auch durch anthropogenen Einfluss resultierenden Klimaentwicklung, erlauben. Das Studium der Klimaphysik (Meteorologie und physikalische Ozeanographie) soll den Studie-renden fortgeschrittene Kenntnisse der Begriffe und Gesetze der Physik der Atmosphäre, des Ozeans und des Klimasystems vermitteln, sie mit den experimentellen und den theoretischen Methoden vertraut machen und an die aktuelle Forschung heranführen. Das Studium soll lehren, physikalische Sachverhalte darzustellen, wissenschaftliche Fragestellungen kritisch einzuordnen und moderne experimentelle oder theoretische Arbeitsmethoden optimal einzusetzen. Mathematische Methoden sind unerlässliche Hilfsmittel zur Bearbeitung physikalischer Zusammenhänge und wesentlich zur physikalischen Begriffsbildung.
3. Besonderes Profil des Studienfaches an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Das Studienfach Climate Physics: Meteorology and Physical
Oceanography bietet eine enge Verzahnung der insbesondere im Rahmen der
Klimaforschung relevanten Fächer Meteorologie und Ozeanographie. Das Studium
findet im Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) statt,
einem international renommierten Institut, an dem alle Disziplinen der
Meeresforschung, Meteorologie, Ozeanographie, Biologie, Chemie und Geologie
gleichermaßen vertreten sind. Die internationale Ausrichtung des
Studienganges drückt sich auch darin aus, dass die Lehrveranstaltungen
komplett auf Englisch abgehalten werden.
4. Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder Meteorologinnen und Meteorologen finden begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten
als Beamte oder Angestellte beim Deutschen Wetterdienst oder beim Geophysikalischen
Beratungsdienst der Bundeswehr. Darüber hinaus sind sie in Bundes-, Landes-
und Kommunalbehörden, an umweltorientierten Großforschungseinrichtungen
sowie an den Hochschulen in Forschung und Lehre tätig. Die Gründung
privater Wetterdienste hat die Arbeitsmöglichkeiten für Meteorologinnen
und Meteorologen in den letzten Jahren zunehmend verbessert. In geringer
Zahl finden sie eine Beschäftigung bei Versicherungen oder technischen
Überwachungsvereinen. Auch in der Industrie gibt es nur wenige Arbeitsplätze
für sie. Außerhalb ihres eigentlichen Beschäftigungsfeldes werden Meteorologinnen
und Meteorologen vorwiegend in der EDV eingesetzt.
Ozeanographinnen und Ozeanographen finden begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten als Beamte oder Angestellte beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie oder beim Geophysikalischen Beratungsdienst oder Flottenkommando der Bundeswehr. Darüber hinaus sind sie an den Hochschulen sowie den Forschungsinstituten des Bundes, der Länder und auch im Ausland tätig. In der deutschen Industrie besteht nur geringer Bedarf an Ozeanographinnen und Ozeanographen, sodass die Zahl der Arbeitsplätze relativ niedrig ist. Die Tätigkeit der Ozeanographinnen und Ozeanographen umfasst unter anderem die Durchführung von Messprogrammen an Bord von Forschungsschiffen (einschließlich der Entwicklung neuer Messmethoden) und die Analyse der gewonnenen Daten sowie die Entwicklung von Computermodellen und deren Anwendung zur Simulation verschiedener ozeanischer Prozesse. Ein Großteil der möglichen Arbeitsstellen an deutschen Institutionen wird mit Hilfe von Drittmitteln finanziert, d. h. mit eingeworbenen Projektförderungsmitteln. Aus rechtlichen Gründen ist jedoch zurzeit die Anstellungsmöglichkeit in solchen Stellen auf 12 Jahre befristet.
5. Nachbar- und Hilfswissenschaften Mathematik, Physik, Chemie und Informatik.
![]() 6. Sprachkenntnisse
Nach der Studienqualifikationssatzung gelten folgende Voraussetzungen,
die bei der Einschreibung nachgewiesen werden müssen:
Benötigte Sprachkenntnisse werden in der Studienqualifikationssatzung bekannt gegeben unter: www.studservice.uni-kiel.de/sta/0-1-3.pdf. ![]() 7.
Sonstige Kenntnisse und Praktika |
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Climate Physics: Meteorology and Physical Ocenaography,
Ein-Fach-Masterstudium (120 LP) |
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| Modulnummer | Modulname | PL1 | im... Sem. |
SWS2 | LP3 |
| MNF-klim-301 | Climate Dynamics | ||||
| MNF-klim-301a | Climate Dynamics (V) | oe | 1. o. 3. | 2 | 10 |
| Climate Dynamics (Ü) | 1 | ||||
| MNF-klim-301b | Oc.-Met.-Clim.-Seminar (S) | op | 2. | 2 | |
| MNF-klim-302 | Physical Climate | ||||
| MNF-klim-302a | Climate Feedbacks (V)4 | oe | 2. o. 4. | 2 | 5 |
| Climate Feedbacks (Ü)4 | 1 | ||||
| MNF-klim-302b | Regional Climate (V)5 | - | 1. o. 3. | 2 | 5 |
| Regional Climate (Ü)5 | 1 | ||||
| MNF-klim-303 | Advanced Climate Seminar | ||||
| Climate Seminar (S) | op | 1. o. 3. | 2 | 5 | |
| MNF-klim-304 | Numerics and Statistics | ||||
| MNF-klim-304a | Data Analysis and Statistics (V) | oe | 2. | 2 | 10 |
| Data Analysis and Statistics (Ü) | 2 | ||||
| MNF-klim-304b | Numerial Methods and Models (V) | 1. o. 3. | 2 | ||
| Numerial Methods and Models (Ü) | 2 | ||||
| MNF-klim-305 | Geophysical Fluid Dynamics | ||||
| Fluid Dynamics I (V) | oe | 1. o. 3. | 2 | 10 | |
| Fluid Dynamics I (Ü) | 2 | ||||
| Fluid Dynamics II (V) | 2 | ||||
| MNF-mete-301 | Advanced Meteorology6 | ||||
| MNF-mete-301a | Radiation (V) | - | 1. -
2. o. 3. - 4. |
2 | 10 |
| Radiation (Ü) | 1 | ||||
| MNF-mete-301b | Cloud Physics (V) | oe | 2 | ||
| Cloud Physics (Ü) | 1 | ||||
| MNF-ozgr-301 | Advanced Physical Oceanography6 | ||||
| MNF-ozgr-301a | Thermohaline Circulation (V) | - | 1. -
2. o. 3. - 4. |
2 | 10 |
| Thermohaline Circulation (Ü) | 1 | ||||
| MNF-ozgr-301b | Winddriven Circulation (V) | oe | 2 | ||
| Winddriven Circulation (Ü) | 1 | ||||
| MNF-mete-302 | Meteorology Seminar5 | ||||
| Seminar | op | 1. o. 3. | 2 | 5 | |
| MNF-ozgr-302 | Physical Oceanography Seminar5 | ||||
| Seminar | op | 1. o. 3. | 2 | 5 | |
| Vertiefung/Übergreifende Inhalte7 | |||||
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 1. | 2+1 | 5 | |
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 2+1 | 5 | ||
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 2. | 2+1 | 5 | |
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 2+1 | 5 | ||
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 2+1 | 5 | ||
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 3. | 2+1 | 5 | |
| Wahlpflichtmodul (V+S) | je nach Modul | 2+1 | 5 | ||
| MNF-klim-401 | Master Thesis und Seminar | 4. | - | 25 | |
| Gesamt | 120 | ||||
| Die Masterprüfung besteht aus studienbegleitenden Prüfungen im Rahmen der einzelnen Module bzw. Lehrveranstaltungen und einer Masterarbeit. | |||||
| 1 | PL: im Rahmen der Module zu erbringende Modulprüfungsleistungen |
| 2 | Semesterwochenstunde (SWS): Anzahl der Stunden pro Woche, die für eine Veranstaltung über den Zeitraum eines Semesters vorgesehen sind. „2 SWS“ bedeutet z. B., dass diese Veranstaltung ein Semester lang mit 2 Stunden/Woche durchgeführt wird. |
| 3 | LP: Gemäß dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) erhält man für jede bestandene Modulprüfung eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (LP). Möglich sind auch die Abkürzungen CP oder PP. Zum anrechenbaren Arbeitsaufwand (Workload) zählen vielfältige Leistungen, zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung sowie der Besuch von Veranstaltungen. Ein Leistungspunkt entspricht etwa dem Aufwand von 25 bis maximal 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium. |
| 4 | Es wird entweder das Modul „Physical Climate: Climate Feedbacks“
(MNF-klim-302a) absolviert oder ein Vertiefungsmodul im Umfang von
5 LP belegt. Eine Liste der Vertiefungsmodule ist in der Fachprüfungsordnung
zu finden unter: www.studservice.uni-kiel.de/sta/6.3-091.pdf |
| 5 | Aus dem folgenden Angebot werden zwei Module im Umfang von je
5 LP gewählt: Physical Climate:Regional Climate (MNF-klim-302b),
Meteorological Seminar (MNF-mete-302) und Physical Oceanography
Seminar(MNF-ozgr-302) und Advanced Meteorology (MNF-mete-302). |
| 6 | Es wird entweder das Modul Advanced Meteorology (MNF-mete-301) oder das Modul Advanced Physical Oceanography (MNF-ozgr-301) absolviert. |
| 7 | Auswahl aus den Vertiefungsmodulen. Eine Liste der Module ist in der Fachprüfungsordnung unter www.studservice.uni-kiel.de/sta/6.3-091.pdf zu finden. |
| Erläuterung: | |
| op: | Oral presentation |
| oe: | Oral exam |
| S: | Seminar |
| Sem.: | empfohlenes Semester |
| Ü: | Übung |
| V: | Vorlesung |
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