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AgriGenomics
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AgriGenomicsMaster Inhaltsübersicht 1. Studienabschluss
1. StudienabschlussMaster of Science (M.Sc.)
Grundlegende Informationen zu Bachelor- und Master-Studiengängen sind im Studieninformationsblatt „Bachelor- und Masterstudiengänge“ zu finden.
2. Gegenstand und Ziele des Faches
Die Genomforschung hat in den letzten Jahren wesentliche Beiträge
für alle Bereiche der Lebenswissenschaften geliefert. Die komplette
Sequenzierung und Analyse ganzer Genome sowie die umfassende Analyse
der Genexpression (transcriptomics) sowie der Proteine (proteomics)
und Metabolite (metabolomics) erlauben völlig neue Einsichten in
die Entwicklung und die Evolution von Lebewesen. Sie eröffnen aber
auch zuvor nie gekannte Möglichkeiten zur genetischen Verbesserung
von Nutzpflanzen und -tieren sowie zur Optimierung von landwirtschaftlichen
Produktionsprozessen. Die für die Genomforschung relevanten Techniken,
Strategien und Wissen werden hier unter dem Begriff genomics zusammengefasst.
Den Studierenden des Masterstudiengangs AgriGenomics wird die Möglichkeit
geboten, ein vertieftes Wissen im Bereich genomics und proteomics zu
erlangen sowie die Anwendung dieser Technologien für die landwirtschaftliche
Forschung und Entwicklung kennenzulernen. Ziel des Studiengangs ist
es, fachliches und fächerübergreifendes Wissen der Nutzpflanzen-
und Nutztierwissenschaften über die moderne Genomforschung und
deren Anwendung zu vermitteln. Dazu gehört eine sichere Beherrschung
der relevanten Techniken, die Fähigkeit genomische Daten auswerten
und anwenden zu können sowie das vertiefte Verständnis von
Züchtungsverfahren, der Pflanzenernährung und der Phytopathologie.
Hierbei werden die Studentinnen und Studenten mit den neuesten technischen
Entwicklungen vertraut gemacht, was auch intensive Laborpraktika und
Exkursionen zu Stätten der angewandten Genomforschung in Deutschland
und im Ausland beinhaltet, die einen unmittelbaren Praxisbezug zu den
erworbenen Kenntnissen herstellen.
Im Studium werden Theorien und Techniken zur strukturellen und funktionellen Analyse von Genomen und des Proteoms der Nutztiere und Nutzpflanzen vermittelt. Dazu erlernen die Studenten den Aufbau und die Funktion der Genome und Proteome. Schwerpunktmäßig wird das Zusammenwirken von Genen bzw. deren Regulation zur Entstehung von phänotypischer Variation behandelt, so dass die Studenten verstehen, wie Änderungen der Wirkungsweise und Regulation von Genen die Adaption an landwirtschaftliche Produktionsbedingungen beeinflussen. Im Studium werden die Erstellung genetischer und physikalischer Karten sowie Hochdurchsatzverfahren zur Genotypisierung von Tieren und Pflanzen aber auch von Schadorganismen und die Phänotypisierung von Pflanzen schwerpunktmäßig behandelt. Genomische Techniken gewinnen in der Tier- und Pflanzenzüchtung zunehmend an Bedeutung. Deshalb wird der Einsatz dieser Techniken für die züchterische Verbesserung von Pflanzen und Tieren vorrangig behandelt. Dazu gehören Verfahren der Marker- bzw. der genomischen Selektion, und in zunehmendem Maße Verfahren zur Analyse des gesamten Genoms mit Hilfe von SNP-Chip-arrays, microarrays und resequencing. Das Auffinden züchterisch wertvoller Gene wird ebenso vermittelt wie die Nutzung genomischer Information zur Verbreiterung der genetischen Basis der Nutzpflanzen durch Mutation oder Transformation oder der Nutztiere durch markerunterstützte Anpaarungsstrategien. Die Studentinnen und Studenten sollen das Wechselspiel zwischen zwischen Genom und Proteom einerseits und Umweltfaktoren andererseits verstehen, welches durch landwirtschaftliche Produktionsmaßnahmen beeinflusst wird (Düngung, Pflanzenschutz, Fütterung und Management). Weiterhin sollen die Interaktionen zwischen Genom und abiotischen sowie biotischen Stressfaktoren vermittelt werden. Dazu werden vertiefte Einblicke in die genetischen Grundlagen und in die molekularen Mechanismen der Interaktion zwischen Pflanzen bzw. Tieren und Stressfaktoren vermittelt. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die molekularen Mechanismen der Anpassung an abiotische und biotische Stressbedingungen gelegt und wie man diese Erkenntnisse zur Züchtung und Bewertung von Pflanzen mit neuartigen Resistenzeigenschaften aber auch zur Entwicklung neuer Wirkstoffe und –Prinzipien zur Abwehr von Schaderregern nutzen kann. Beim Nutztier stehen dagegen die züchterischen Möglichkeiten auf Robustheit in unterschiedlichen Haltungsbedingungen und Produktionsniveaus im Vordergrund. Darüber hinaus erlernen die Studenten die molekulare Diagnostik von Schaderregern unter Einbeziehung genombasierter Methoden und genomischer Daten. Weiterhin sollen die Studierenden genotypischen Unterschiede der Nährstoffeffizienz verstehen, um hier in zukünftigen Forschungsbereichen einen Beitrag zum Resourcenschutz liefern zu können. Genotypische Unterschiede in der Qualität von pflanzlichen und tierischen Nahrungsrohstoffen sollen ebenfalls mit genom- und proteomanalytischen Untersuchungsmethoden erklärt werden. Um den steigenden Bedarf nach hochqualifizierten Fachleuten in der Wissenschaft decken zu können, werden gezielt Grundlagen für ein nachfolgendes Doktorandenstudium gelegt.
3. Besonderes Profil des Studienfaches an der Christian-Albrechts-Universität zu KielDie CAU errichtet derzeit ein Zentrum für molekulare Biowissenschaften,
um so der neuen Schwerpunktsbildung im Bereich der Genomforschung gerecht
zu werden. Es wird mit den modernsten Geräten für die Genomforschung
ausgestattet sein, von der insbesondere auch der Masterstudiengang AgriGenomics
profitieren wird. Praktische Arbeiten in den Laboren und Exkursionen
zu Großforschungseinrichtungen sowie weltweit agierenden Unternehmen
der Züchtungswirtschaft, der Agrobiotech- , life-science und der
Ernährungswirtschaft ergänzen das Ausbildungsangebot und stellen
den unmittelbaren Praxisbezug zu den erworbenen Kenntnissen her.
4. Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder
Den Absolventinnen und Absolventen bieten sich Arbeitsmöglichkeiten in
der universitären und außeruniversitären Forschung sowie
in Wirtschaftsunternehmen. Im behördlichen Bereich müssen neue
Entwicklungen beurteilt und die Vor- und Nachteile der neuen Technologien
objektiv der Allgemeinheit präsentiert werden:
5. Nachbar- und Hilfswissenschaften Biologie, Biochemie, Genetik, Chemie, Physik, Mathematik,
Statistik, Pharmazie.
6. Sprachkenntnisse
Nach der Studienqualifikationssatzung gelten folgende Voraussetzungen, die nachgewiesen werden müssen:
Die Studienqualifikationssatzung ist zu finden unter www.studservice.uni-kiel.de/sta/0-1-3.pdf
7. Persönliche Neigungen
8. Zugangsbedingungen zum Masterstudium Der Masterstudiengang AgriGenomics ist nicht zulassungsbeschränkt.
Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Die Einschreibung in den Masterstudiengang AgriGenomics kann nach erfolgreicher Eignungsfeststellung durchgeführt werden. Bitte wenden Sie sich bzgl. der Eignungsfeststellung und der Anmeldefristen an die Studienfachberatung (siehe Punkt 10). Der aktuelle Stand findet sich unter www.studservice.uni-kiel.de/sfangebot.shtml. Voraussetzung für die Aufnahme des Masterstudiengangs ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Agrarwissenschaften, Biologie, Bioinformatik, Biochemie, Genetik und verwandten Disziplinen oder ein gleichwertigen Abschluss. Für die Einschreibung ist durch eine Bescheinigung nachzuweisen, dass die Voraussetzungen zur Aufnahme eines Masterstudienganges gemäß Prüfungsordnungen und Studienqualifikationssatzung erfüllt sind. Die jeweiligen Prüfungsordnungen und die Studienqualifikationssatzung sind zu finden unter: www.studservice.uni-kiel.de/pra/studord.shtml Informationen zum Zugang zum Masterstudium und zu Anmelde-
bzw. Bewerbungs- und Einschreibefristen sowie deren Modalitäten sind zu
finden unter www.studservice.uni-kiel.de/masterstart.shtml.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Frau Trede, Studierendenservice, Bereich Bewerbung und Zulassung: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 5, 24118 Kiel Anbau des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880-3705, E-Mail: htrede@uv.uni-kiel.de Ihre Fragen zur Online-Einschreibung und zu den benötigten Unterlagen sowie zur Rückmeldung und Beurlaubung klären Sie bitte im Studierendenservice, Bereich Einschreibung und Studienangelegenheiten: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4, 24118 Kiel Erdgeschoss des Uni-Hochhauses, Tel.: 0431/880-4840 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und Mittwoch, 14 bis 16 Uhr E-Mail: studservice@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.studservice.uni-kiel.de Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung, Einschreibung und Beratung an das International Center: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Westring 400, 24118 Kiel, Tel.: 0431/880-3715 Öffnungszeiten: Donnerstag, 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Mittwoch, 14 bis 16 Uhr sowie in der Vorlesungszeit zusätzlich Montag, 9 bis 12 Uhr E-Mail: vlangner@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.international.uni-kiel.de
9. Zentrale Studienberatung In der Zentralen Studienberatung können sich Studierende
und Studieninteressierte über sämtliche Studienfächer und Studiengänge
der Christian-Albrechts-Universität informieren.
Die Zentrale Studienberatung klärt persönliche Fragen zur Studien- und Berufsorientierung, zu Studienfächer-Kombinationen, zur Studiengestaltung, zum Studienfach- bzw. Hochschulwechsel, zur Unterbrechung oder zum Abbruch des Studiums, zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung sowie zu Problemen im Studium. Studierende und Studieninteressierte werden außerdem über Berufs- und Tätigkeitsfelder, weitergehende Qualifikationen, Aufbau- und Ergänzungsstudien oder Alternativen zum Studium informiert. Ferner bietet die Zentrale Studienberatung weiterführende Informationsschriften zu vielfältigen Themen an. Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Christian-Albrechts-Platz 5 (Anbau des Uni-Hochhauses), 24118 Kiel Persönliche Beratung (ohne Voranmeldung): Montag, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Mittwoch, 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr Telefonische Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 9 bis 11.30 Uhr, Tel.: 0431/880-7440 E-Mail: zsb@uv.uni-kiel.de, Homepage: www.zsb.uni-kiel.de Weitere Beratungsangebote finden Sie unter www.zsb.uni-kiel.de, Rubrik Beratungsstellen.
10. StudienfachberatungIhre fachspezifischen Fragen zum Studienfach klären
Sie bitte in der Studienfachberatung. Die Zusammenstellung der Studienfachberaterinnen
und Studienfachberater ist zu finden unter
www.zsb.uni-kiel.de/studienfachberatung.
Die Teilnahme an der Studienfachberatung wird Erstsemestern empfohlen. Zu Beginn jedes Semesters finden Einführungsveranstaltungen statt. Die Teilnahme wird Erstsemestern empfohlen; die Termine erhalten Sie während der Einschreibung.
11. Prüfungsamt und Prüfungsordnungen Ihre Fragen zum Prüfungsverfahren richten Sie bitte
an die Prüfungsämter. Die Anschriften sowie die Studien- und
Prüfungsordnungen finden Sie unter:
www.studservice.uni-kiel.de/pra/studord.shtml Frau Senkbeil, Frau Ruhberg Prüfungsamt Agrar- und Ernährungswissenschaften Hermann-Rodewald-Str. 4, 24098 Kiel Tel.: 0431/880-3209 Sprechstunde: Montag und Donnerstag, 9 bis 11 Uhr E-Mail: pruefungsamt@agrar.uni-kiel.de
12. Weitere Informationen zum StudienfachWeitere Informationen zum Studienfach finden Sie
auf folgenden Internetseiten:
13. Aufbau des StudiumDie Rechtsvorschriften zum Studium sind zu finden in
folgenden Prüfungsordnungen:
Prüfungsverfahrensordnung (Satzung) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge, veröffentlicht am 24. April 2008, zuletzt geändert durch Satzung vom 2. März 2012, Fachprüfungsordnung (Satzung) der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende der AgriGenomics mit dem Abschluss Master of Science vom 22. Juli 2011, veröffentlicht am 31. August 2011. Der Masterstudiengang AgriGenomics wurde von der Akkreditierungsagentur ZEvA durch den Beschluss vom 5. Juli 2011 akkreditiert. Das Studienfach AgriGenomics kann im Rahmen eines Ein-Fach-Masterstudiums im Umfang von 120 Leistungspunkten studiert werden. Die Regelstudienzeit beträgt zwei Jahre. Der Studiengang beinhaltet die Module für ein eineinhalbjähriges wissenschaftliches Vertiefungsstudium im Umfang von 90 Leistungspunkten und etwa 60 Semesterwochenstunden sowie die ein halbes Jahr umfassende Erstellung der Abschlussarbeit (Masterarbeit, 27Leistungspunkte) und das Modul Master-Arbeit – Seminar im Umfang von 3 Leistungspunkten. Das Masterstudiengang AgriGenomics umfasst acht Pflichtmodule sowie acht Wahlpflichtmodule im Umfang von 48 Leistungspunkten. Mit dem Abschluss Master of Science kann bei entsprechendem Notendurchschnitt anschließend eine Promotion angestrebt werden. Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachprüfungsordnung. Die Masterprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Masterarbeit bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde. Die Regelstudienzeit für den Masterstudiengang AgriGenomics beträgt 4 Semester.
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